ORTHOCENTRUM HAMBURG

Fuß und Sprunggelenk

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Knick-/Senkfuß des Erwachsenen

Der erworbene Knick-/Senkfuß kann zu unterschiedlichsten Beschwerden führen, was eine differenzierte Herangehensweise des behandelnden Arztes erfordert. Häufig kommt es als Folge auch zu Fehlstellungen der Zehen, was dann ggf. ebenfalls eine Korrektur erfordert. Nur im Anfangsstadium kann man die Beschwerden ohne Operation behandeln, ansonsten sind gelenkerhaltende Eingriffe (Osteotomien) oder gelenkstabilisierende Eingriffe (Arthrodesen) möglich. Letztere finden bei Arthrose, aber auch bei ausgeprägten Fehlstellungen Anwendung. Unabhängig vom OP-Verfahren ist in manchen Fällen eine Verlängerung der Wadenmuskulatur erforderlich.

Im Anschluss an die Operation ist immer eine Ruhigstellung in einer Spezialorthese und Entlastung an Stützen für einen Zeitraum von acht Wochen notwendig. Innerhalb dieser Zeit ist eine Thromboseprophylaxe notwendig. Danach können Normalschuhe getragen werden, sofern die Röntgenkontrolle keine Besonderheiten zeigt. Verordnungen für Physiotherapie sind nur gelegentlich notwendig, allerdings sind zu Beginn Anwendungen für Lymphdrainage sinnvoll. In manchen Fällen werden nach der Operation noch zusätzlich Einlagen benötigt.

Bis auch längere Gehstrecken ohne Mühen bewältigt werden können, vergehen in der Regel vier bis sechs, in seltenen Fällen mehr als neun Monate. Ungefähr zehn Wochen nach der Operation ist prinzipiell Nordic Walking, Fahrradfahren und Schwimmen erlaubt. Hier besteht bei unsicherem Gangbild jedoch ein gewisses Sturzrisiko, so dass nicht zu früh mit diesen Aktivitäten begonnen werden sollte. Lauf-/Kontaktsportarten, Ballsportarten wie Tennis und Badminton, aber auch zum Teil Yoga und Fitness können erst vier bis sechs Monate nach der Operation wieder aufgenommen werden.

 

Aufrichtung durch Verschiebung

In der Regel erfolgt bei der Operation die Verschiebung der Ferse nach innen (Calcaneusmedialisierung), was zur korrekten Lastaufnahme führt und die Zugrichtung der Achillessehne verbessert. In der Regel sind weitere Maßnahmen wie Verstärkung von Sehnen oder Achskorrektur der Fußinnenseite notwendig. Sollten weitere Beschwerden wie Zehenballen oder Krallenzehen bestehen, wird dieses ebenfalls begradigt. Oftmals kann die Korrektur an der Ferse auch minimal invasiv erfolgen.

 

Aufrichtung durch Stabilisierung

Die Stabilisierung des unteren Sprunggelenkes (Arthrodese) ist eine effektive Methode zur Korrektur des fortgeschrittenen Knick-/Senkfußes, wenn hier bereits als Folge der Fehlstellung Arthrose aufgetreten ist. Dieser Eingriff wird ebenfalls oft mit weiteren Maßnahmen der Fußinnenseite kombiniert. Einige Monate nach der Operation sind in der Regel von außen am Gangbild nicht zu erkennen, dass ein Fußgelenk versteift wurde. 


Kindlicher Knick-/Senkfuß

Es gibt verschieden Operationsverfahren, die abhängig vom Alter und Ausmaß der Fehlstellung auszuwählen sind.

 

Arthrorise mit Calcaneus-Stoppschraube

Diese elegante und effektive Operationsmethode ist bei Kindern zwischen 8 und 12 geeignet, um selbst deutliche Fehlstellung durch Lenkung der körpereigenen Stellmechanismen (Propriozeption) zu korrigieren. Hierbei wird eine Schraube in das Fersenbein eingebracht, um eine übermäßige Verdrehung des Fersenbeins gegenüber dem Sprungbein zu verhindern.

 

Die Kinder können wenige Tage nach der Operation ohne Schiene voll belasten. Der Fadenzug erfolgt nach 12-14 Tagen. Verordnungen für Physiotherapie sind meist nicht sinnvoll, allerdings sind manchmal Anwendungen für Lymphdrainage notwendig. Die Kinder sollten ein bis zwei Wochen nach der Operation für ca. 10min bis zu dreimal täglich auf der Ferse und den Zehenspitzen gehen. Sollten hierbei Schmerzen bestehen, sollte solange damit gewartet werden, bis dieses schmerzfrei möglich ist. Wenn die Kinder im Alltag beschwerdefrei sind, können sie nach Ablauf von vier Wochen Fahrrad fahren und schwimmen. Auf Lauf- und Kontaktsportarten sollten die Kinder mindestens zwei Monate verzichten. Die Schraube muss nach drei Jahren wieder entfernt werden. Die Fehlstellung bleibt trotzdem korrigiert.

 

Osteotomie nach Evans und Cotton

Bei Jugendlichen mit fortgeschrittenem Knick-/Senkfuß erfolgt eine knöcherne Verlängerung der Außenseite des Fersenbeins. Dabei wird ein Knochenkeil eingesetzt (Osteotomie nach Evans), so dass auf der Innenseite ein stabiles Fußgewölbe entsteht. In manchen Fällen ist zusätzlich eine Korrektur der Innenseite erforderlich (Osteotomie nach Cotton), ebenfalls kann eine Verlängerung der Wadenmuskulatur notwendig sein (Gastroc Release).Bei Jugendlichen mit fortgeschrittenem Knick-/Senkfuß erfolgt eine knöcherne Verlängerung der Außenseite des Fersenbeins. Dabei wird ein Knochenkeil eingesetzt (Osteotomie nach Evans), so dass auf der Innenseite ein stabiles Fußgewölbe entsteht. In manchen Fällen ist zusätzlich eine Korrektur der Innenseite erforderlich (Osteotomie nach Cotton), ebenfalls kann eine Verlängerung der Wadenmuskulatur notwendig sein (Gastroc Release). 

 

Der Fadenzug erfolgt nach 12-14 Tagen. Verordnungen für Physiotherapie sind meist nicht notwendig, allerdings sind zu Beginn Anwendungen für Lymphdrainage sinnvoll. Die Nachbehandlung erfolgt für 6 Wochen unter Entlastung in einer speziellen Orthese an Stützen. Bis auch längere Gehstrecken ohne Mühen bewältigt werden können, vergehen in der Regel drei, manchmal sechs und in Einzelfällen sogar mehr als neun Monate. Wenn die Kinder im Alltag beschwerdefrei sind, können sie nach Ablauf von zwei bis drei Monaten Fahrrad fahren und schwimmen gehen. Auf Lauf- und Kontaktsportarten sollten die Kinder mindestens sechs  Monate verzichten.

Im Alter von ca. 13-20 Jahren erfolgt die Knickfußkorrektur ähnlich wie beim Erwachsenen mittels Verschiebung der Knochen zueinander (sogenannte Osteotomie nach Evans und Cotton).

 


Bandinstabilitäten des Sprunggelenkes

Sollte sich die Häufigkeit des Umknickens nicht mit speziellem Stabilitätstraining für den Fuß reduzieren, ist eine operative Bandstraffung notwendig (sog. Broström Plastik). Nach einer solchen Operation ist es erforderlich, dass die Patienten für sechs Wochen an Stützen gehen und nicht voll auftreten. Danach ist eine Orthese erforderlich, die man in Sportschuhen tragen kann. Während Sportarten wie Schwimmen und Fahrradfahren sowie teilweise Fitness schon nach 8 Wochen möglich sind, sollte mit Lauf- und Kontaktsportarten 4 Monate gewartet werden.


Haglund Exostose

Bei der Haglund Exostose handelt es sich um einen knöchernen Überstand der Ferse, was zu einer Bedrängung der Achillessehne führen kann. Ein Schleimbeutel schützt die Sehne davor, an diesem knöchernen Überstand „zerrieben“ zu werden, wobei er sich meist schmerzhaft entzündet und dabei anschwillt. Daher haben die Patienten nicht nur Probleme beim Gehen, sondern auch durch Druck des Schuhs auf den entzündeten Schleimbeutel.

 

Wenn trotz Schonung und ggf. Physiotherapie keine dauerhafte Besserung eintritt, sollte der knöcherne überstand abgetragen und der schmerzhafte Schleimbeutel entfernt werden. Die Patienten müssen nach der Operation für drei Wochen an Stützen entlasten und eine spezielle Schiene tragen. Danach ist im Normalschuh die Vollbelastung erlaubt. Es dauert jedoch noch weitere 4-6 Wochen, bis die Beschwerden abgeklungen sind. Wenn der Patient im Alltag beschwerdefrei ist, kann auch allmählich wieder mit Sport begonnen werden. Dieses ist meist bei Kontakt-/Laufsportarten 3-4 Monate nach der OP möglich, Schwimmen und Radfahren oftmals schon vorher.

 


Achillodynie

Neben speziellen Übungen für den Fuß und Physiotherapie hat sich hier als Therapie die Stoßwelle (ESWT) und Eigenbluttherapie (sog. ACP-Therapie) bewährt. Beide Verfahren fördern die Heilungsprozesse auf unterschiedliche Weise. Die Stoßwellentherapie basiert auf Schallwellen mit hoher Energie, die über ein Schallkopf mit Gelkissen von außen auf die Achillessehne übertragen werden. Hierbei werden Wachstumsfaktoren gebildet und die Durchblutung gefördert. Die ACP-Therapie hat bei gleichem Ziel der Ausheilung ein anderes Prinzip: dem Patienten wird Blut abgenommen, welches unmittelbar danach schnell geschleudert wird (Zentrifugierung). Der dadurch gewonnene Anteil des Blutes hat einen hohen Anteil an Blutplättchen mit den sog. Wachstumsfaktoren, die dann direkt in die Sehne gespritzt werden. Mit beiden Verfahren wird die Regeneration der Sehne unterstützt und somit die Heilungszeit in der Regel verkürzt. Studien bestätigen die Wirksamkeit des Verfahrens.*

*Deans et al 2012 A prospective series of patients with chronic Achilles tendinopathy treated with autologous-conditioned plasma injections combined with exercise and therapeutic ultrasonography.

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Achillessehnensporn (hinterer Fersensporn)

Auch wenn durch Physiotherapie die Beschwerden etwas gemindert werden können, werden die Patienten selten dadurch schmerzfrei. Grund dafür ist der knöcherne Sporn in der Sehne, der früher oder später wieder zu Schmerzen führt. Dann sollte der Sporn operativ abgetragen werden. Dazu muss die Achillessehne von dem Fersenbein gelöst werden, damit der Sporn aus der Sehne entfernt werden kann. Ebenfalls wird der knöcherne Überstand der Haglund Exostose abgetragen. Anschließend wird die Sehne mit speziellen sog. Ankersystemen am Knochen wieder befestigt.

 

Die Achillessehne benötigt einen Zeitraum von ca. 8 Wochen zum Einwachsen in den Knochen. Hierzu tragen die Patienten während dieser Zeit einen speziellen Schuh (sog. Walker), mit dem sie die ersten vier Wochen an Stützen entlasten müssen. Nach Ablauf der acht Wochen kann der Patient in der Regel im Normalschuh voll belasten. Da es während der Ruhigstellung zu Verklebungen zwischen der Sehne und der Sehnenscheide kommt, sind die Patienten noch für mehrere Wochen beim Gehen eingeschränkt. Oftmals ist in dieser Phase Physiotherapie notwendig. Sportarten wie Schwimmen und Fahrradfahren, teilweise Fitness sind nach ca. drei Monaten, Kontaktsportarten nach ca. sechs Monaten möglich.

 


Weiterhin werden bei uns folgende Krankheitsbilder kompetent behandelt:

  1. Hohlfuß/Klumpfuß

  2. Knochennekrose

  3. Coalitio

  4. Charcotfuß

  5. diab. Fuß

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Patienteninformation: Behandlung von Sehnenproblemen

Sehnen übertragen die Kraft der Muskeln an unseren Gelenken. So wirken sie stabilisierend oder ermöglichen Bewegungen. Unsere Sehnen sind dabei z.T. extremen Belastungen ausgesetzt, was eine mögliche Ursache für die sehr häufig festzustellenden Sehnenprobleme ist.

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