ORTHOCENTRUM HAMBURG

Fuß und Sprunggelenk

Minimal invasive Verfahren

Die minimal invasive Fußchirurgie hat sich in den letzten Jahren immer mehr etabliert und weiterentwickelt. Hierbei können mit wenigen kleinen Schnitten von 2-3mm Länge schonend auch komplexe Korrekturen vorgenommen werden. Diese neue Technik kommt bei unterschiedlichsten Fehlstellungen zur Anwendung und bietet oftmals Vorteile gegenüber klassischen offenen Verfahren. Die Auswahl der korrekten OP-Technik erfordert vom Fußchirurgen viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um ein möglichst geringes operatives Risiko bei gleichzeitig idealer Korrektur der Fehlstellung zu erreichen. In manchen Fällen stößt die minimal invasive Korrektur als neues modernes OP-Verfahren an Grenzen, so dass auf klassische offene OP-Techniken zurückgegriffen werden muss. Eine Kombination beider Verfahren ist ebenfalls möglich.

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Knick-/Senkfuß

 

 

Die Durchtrennung der Ferse erfolgt über einen kleinen Hautschnitt von ca. 2-3mm. Zur Stabilisierung ist eine Schraube notwendig, die über einen weiteren Schnitt von ca. 7-8mm erfolgt.


Krallenzeh

Zur Korrektur der Krallenzeh ist nicht mehr der von vielen Patienten als störend empfundene Draht notwendig. Stattdessen müssen nach der Operation im wöchentlichen Rhythmus stabilisierende Verbände angelegt werden. Die Korrektur erfolgt bei der Operation über in der Regel zwei, ggf. drei Schnitte von jeweils 2-3mm Länge.


Metatarsalgie

Die Überlastung der Mittelfußknochen ist oft eine Folge einer Fehlstellung der Großzehe (Hallux valgus) oder eines Sichelfußes. Hierbei sind die betroffenen Mittelfußknochen in der Regel zu lang.

 

Wenn es bereits zu schmerzhaften Schwielen der Fußsohle kommt, ist eine operative Korrektur auch dieser Knochen notwendig (sogenannte DMMO: distale minimalinvasive metatarsale Osteotomie). Hierzu erfolgt über einen Schnitt von ca. 2-3mm eine Durchtrennung des Knochens. Die Vollbelastung im Anschluss an die Operation führt zu einer Neuausrichtung der durchtrennten Knochen. Da die durchtrennten schmerzhaften Mittelfußköpfchen über Bänder und die Kapsel noch verbunden sind, verwachsen die Knochen in der anatomisch korrekten Position nach ca. 6 Wochen. Innerhalb dieser Zeit kann der Patient mit einem speziellen Schuh voll auftreten, was nur selten schmerzhaft ist. Im Anschluss ist meistens Physiotherapie sinnvoll.


Schneiderballen

Hier erfolgt über kleine Schnitte die Achskorrektur ähnlich wie bei der DMMO (siehe Metatarsalgie). Auch der knöcherne Überstand (Pseudoexostose) wird in minimal invasiver Technik abgetragen.